Unser Gehirn der Rolls Royce unter den Rechenmaschinen!
Das menschliche Gehirn, oft als eine der komplexesten und faszinierendsten Strukturen des Universums bezeichnet, spielt eine zentrale Rolle in unserem täglichen Leben. Als organischer Supercomputer verarbeitet es eine unglaubliche Menge an Informationen mit bemerkenswerter Effizienz. Während die IT-Branche mit schnellen Datennetzen und leistungsfähigen Computern beeindruckende Fortschritte macht, bleibt das menschliche Gehirn das unangefochtene Vorbild in Sachen Datenverarbeitung und Effizienz. Ein besonders beeindruckendes Beispiel ist die Bildverarbeitung, bei der das Gehirn in nur 100 Millisekunden Bilder analysiert und interpretiert. Ohne das Gehirn wären unsere Sinne nutzlos, da es erst die zentrale Verarbeitung der Sinneseindrücke ermöglicht.
IT-Branche und schnelle Datennetze vs. Effizienz des Gehirns
Moderne Technologien haben die Art und Weise revolutioniert, wie wir Informationen verarbeiten und kommunizieren. Dennoch kann kein Computer mit der Geschwindigkeit und Effizienz des menschlichen Gehirns mithalten. Während ein Computer oft mehrere Schritte benötigt, um einfache Aufgaben zu bewältigen, verarbeitet unser Gehirn Informationen in einem Bruchteil einer Sekunde. Besonders bemerkenswert ist, dass das Gehirn nur etwa 20 Watt Energie verbraucht, während Supercomputer für ähnliche Aufgaben enorme Energiemengen benötigen.
Das Auge und seine Struktur
Das menschliche Auge ist ein Meisterwerk der Natur und dient als kleines, optisches Wunderwerk, das in Zusammenarbeit mit dem Gehirn phänomenale Leistungen erbringt. Die Augen sind etwa halb so groß wie Tischtennisbälle und liegen gut geschützt in den Augenhöhlen. Verschiedene Strukturen wie Hornhaut, Bindehaut, Lederhaut, Aderhaut, Ziliarmuskel, Regenbogenhaut und Pupille arbeiten zusammen, um uns das Sehen zu ermöglichen. Die Pupille reguliert den Lichteinfall, eine Fähigkeit, die als Adaption bezeichnet wird, während der Glaskörper für Stabilität und Form des Auges sorgt. Die Netzhaut wandelt Lichtstrahlen in elektrische Impulse um, die dann über den Sehnerv zum visuellen Cortex transportiert werden. Das Gehirn verarbeitet diese Impulse kontinuierlich und vergleicht sie mit gespeicherten Informationen, wodurch wir in der Lage sind, unsere Umwelt zu erkennen und darauf zu reagieren.
Augen – Das Spiegelbild unserer Emotionen
Unsere Augen sind nicht nur Sehinstrumente, sondern auch Spiegel unserer Emotionen. Ein Lächeln oder ein emotionaler Glanz in den Augen kann oft mehr sagen als Worte. Im Therapie- und Begleitungssetting spielt der Blickkontakt eine zentrale Rolle was den Rapport und die Prozessleitung betrifft: Es wird Vertrauen aufbaut und eine tiefe emotionale Verbundenheit im Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz im Sinne von Raum für Entwicklung geben und nehmen geschaffen. Die Augen und ihre Reaktionen auf verschiedene Emotionen und Situationen sind faszinierend. Pupillenreaktionen sind ein unbewusster Ausdruck von Freude, Angst, Wut, Trauer, Stress und Müdigkeit und werden von den autonomen Nervenbahnen, dem Sympathikus und dem Parasympathikus, gesteuert, welche mit unserem Gefühlszentrum im Gehirn eng in Verbindung stehen. Die Pupillen reagieren nicht nur auf Lichtverhältnisse, sondern auch auf emotionale und physiologische Zustände. Freude, Interesse oder auch Überforderung und Schmerz können die Größe der Pupillen beeinflussen. Ebenso sind Pupillenreaktionen ein Indikator für den Konsum von Drogen. Diese Anpassungsfähigkeit der Pupillen ist ein komplexer Prozess, der evolutionäre Bedeutung hat, da er eine schnelle Reaktionsfähigkeit auf Umweltreize ermöglicht.
Updates aus Forschung & Wissenschaft / Retinitis Pigmentosa – neue Hoffnung
Retinitis Pigmentosa ist eine genetische Erkrankung, die fortschreitenden Sehverlust und letztlich Erblindung verursacht. Forscher der Universität Genf und Lausanne haben nun die Rolle eines „molekularen Reißverschlusses“ aus vier Proteinen entdeckt, dessen Fehlen zum Zelltod der Netzhautzellen führt.
Diese Erkenntnis bietet neue Perspektiven für Therapieansätze. Durch die Injektion des fehlenden Proteins könnten die Photorezeptorzellen geschützt und der Krankheitsverlauf verlangsamt werden. Diese Entdeckung eröffnet vielversprechende Möglichkeiten für die Behandlung von Retinitis Pigmentosa und gibt Betroffenen neue Hoffnung
Paul Guichard, Mitautor der Studie, betont, dass die Forscher optimistisch sind, dass durch die Injektion des fehlenden Proteins in Patienten mit bestimmten Formen von Retinitis Pigmentosa der molekulare Reißverschluss wiederhergestellt und somit das Absterben der Photorezeptorzellen verhindert werden könnte.
Keypoint für meine Praxistätigkeit:
In meiner therapeutischen Praxis lege ich besonderen Wert auf die Beobachtung der Augen meiner Klienten/Patienten. Bezüglich dem Anamnesesetting liefert mir der erste Blickkontakt, sowohl beim Erstgespräch als auch in den Folgesitzungen, wertvolle Hinweise für das umfassende Verständnis des Menschen und seines Gemütszustandes, sei dies aktuell, wie auch vom Konstitutionstyp her.
Auf ein hohes Stressniveau z.B. können verstärkte rote Äderchen in der Bindehaut hinweisen. Auch die Spannkraft der Augenpartien, sofern sie nicht kosmetisch oder chirurgisch verändert wurde, liefert allgemeine Informationen über Schlafqualität, Ernährung und Bildschirmnutzung sowie spezifische Hinweise wie Nährstoffmangel oder bezüglich der vegetativen Balance. Die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten der Augenbewegungen bieten ein großes Potenzial für die persönliche Entwicklung und bereichern die therapeutische Beziehung. Ein vertiefter diagnostischer Ansatz ist die Irisdiagnose, bei der mit Hilfe eines Mikroskops spezifische Ablagerungen und Muster in der Regenbogenhaut analysiert werden. Dies ermöglicht präventive und therapeutische Einblicke in die Selbstregulationsfähigkeiten des Körpers und die Entstehung von Krankheiten.